Cultural Leadership-Stipendienprogramm 2026/27

Wie lassen sich Kulturorganisationen gestalten und zukunftsfähig weiterentwickeln? Welche Führungskultur braucht es in Kulturorganisationen? Wie können öffentliche Kulturinstitutionen in einer Gesellschaft in Transformation ihre Rolle (wieder)finden? Und was kann der ganz persönliche Beitrag in diesem Prozess sein?

Das Cultural Leadership-Stipendienprogramm bietet jährlich 15 Stipendiat:innen die Möglichkeit, diesen und weiteren Fragen im Rahmen einer 10-monatigen Lernreise nachzugehen. In intensiven Präsenzworkshops, kompakten Fokus-Sessions und selbstorganisierten Lerngruppen schärfen Sie Ihre persönliche Haltung als Führungskräfte und entwickeln Kompetenzen für die Gestaltung von Veränderungsprozessen. Zentral für die nachhaltige Wirkung des Programms ist die Community of Practice, die das gemeinsame Lernen fördert und über das offizielle Programmende hinaus als Netzwerk fortbesteht.

Das Programm richtet sich an Menschen mit erster Führungsverantwortung in Hamburger Kulturorganisationen aus allen Bereichen des öffentlich geförderten Kulturbetriebs. Es wird vom Institut für Kultur- und Medienmanagement der HfMT Hamburg durchgeführt und durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg sowie die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. gefördert.

Bewerben Sie sich bis 3. Mai 2026 auf einen der 15 Stipendienplätze!

Das Programm 2026/27 im Überblick

Das Curriculum erstreckt sich über insgesamt zehn Monate und nutzt drei Formate, um Theorie und Praxis eng miteinander zu verknüpfen: 

  • Vier mehrtägige Präsenzworkshops mit Impulsvorträgen, Übungen, Fallarbeit und kollegialem Austausch. 
  • Sechs dreistündige Fokus-Sessions zu unterschiedlichen Schwerpunkten, die zum Teil gemeinsam mit Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis gestaltet werden.
  • Selbstorganisierte Lerngruppen (Guidance Groups), die das gesamte Programm begleiten und zusätzliche Lernformate entwickeln und einbringen können.

  • Austragungsort: Der erste und letzte Präsenzworkshop finden auf Einladung der Alfred Toepfer Stiftung auf Gut Siggen an der Ostsee (ca. 2 Stunden von Hamburg) statt. Die beiden mittleren Präsenzworkshops werden vor Ort in Hamburg ausgerichtet. Ein barrierefreier Zugang zu allen Workshops ist gewährleistet.
  • Kosten: Die Kosten für das komplette Programm sowie die Unterbringung und Verpflegung im Rahmen des ersten und letzten Präsenzworkshops auf Gut Siggen werden im Rahmen des Stipendiums übernommen – die An- und Abreise ist von den Teilnehmenden selbstständig zu organisieren, Reisekosten können nicht erstattet werden.
  • Arbeitszeit: Wir wünschen uns, dass allen Stipendiat:innen – auch als Zeichen der Unterstützung durch die Arbeitgeber:innen – die Teilnahme im Rahmen ihrer Arbeitszeit ermöglicht wird. Gerne unterstützen wir hierfür in der Kommunikation.

  • 25. – 27. September 2026, Gut Siggen
    Präsenzworkshop 1: Wege in ein Cultural Leadership der Zukunft
  • 25. November 2026 9.30-12.30 Uhr, Hamburg
    Fokus-Session 1: Kollegiale Fallberatung
  • 10. Dezember 2026 14-17 Uhr, Hamburg
    Fokus-Session 2: Community of Practice – Netzwerk & Mapping
    mit Alumni des Cultural Leadership-Stipendienprogramms 2025/26
  • 11. – 12. Januar 2027, Hamburg
    Präsenzworkshop 2: Leading Change I
  • 03. Februar 2027  9.30-12.30 Uhr, Hamburg
    Fokus-Session 3: Workshop – Leading Self
    mit Prof. Dr. Barbara Hans, Institut KMM
  • 15. – 16. Februar 2027, Hamburg
    Präsenzworkshop 3: Leading Change II
  • 15. März 2027 14-17 Uhr, Hamburg
    Fokus-Session 4: Case Study – Umgang mit knapper werdenden Ressourcen
    mit Christoph Brosius, Unternehmer und Berater
  • 19. April 2027, 14-17 Uhr, Hamburg
    Fokus-Session 5: Workshop – Krisen | Kommunikation
    mit Kulturbotschaft Berlin
  • in KW 20 2027, Hamburg (tbc)
    Fokus-Session 6: Zukunftswerkstatt (wird durch Stipendiat:innen gestaltet)
  • 16. – 18. Juni 2027, Gut Siggen
    Präsenzworkshop 4: Cultural Leadership Professionsentwicklung – Abschluss und Take Off

Hinweis: In der Vergangenheit waren einige der Fokus-Sessions als Online-Calls angelegt. Im Zuge der Weiterentwicklung des Programms finden nun jedoch alle Programm-Inhalte in Präsenz statt – abgesehen von den zwei Präsenzworkshops auf Gut Siggen vor Ort in Hamburg. Die genauen Orte werden noch bekannt gegeben.

Für wen ist das Programm?

Das Programm ist 2026/27 geöffnet für…

  • Kulturschaffende mit erster Führungsverantwortung in einer Hamburger Kulturorganisation
  • aus allen Bereichen des öffentlich (projektbasiert und/oder institutionell) geförderten Kulturbetriebs – darunter Theater, Museen, Musik- und Kunstinstitutionen sowie Einrichtungen der Soziokultur 
  • aus allen Tätigkeitsbereichen – bspw. Künstlerische Arbeit, Management und Verwaltung, Kommunikation oder Vermittlung

Dabei fassen wir „Führungsverantwortung“ bewusst breit: Diese kann sich auf einen Prozess, auf ein Team oder auf ein Projekt beziehen. Wichtig ist die Einbettung in einen organisationalen Kontext. 

Perspektivvielfalt ist uns wichtig. Wir wollen daher explizit Personen, die von strukturellen Diskriminierungserfahrungen in Bezug auf Geschlecht, Geschlechtsidentität, Rassismus, Migrations- oder Fluchterfahrung, Behinderung, Sexualität und/oder soziale Herkunft betroffen sind, zur Bewerbung ermutigen.

  • mindestens fünf Jahre Berufserfahrung im Kulturbereich
  • Terminverbindlichkeit: Teilnahme an allen Veranstaltungen
  • Deutsche und englische Sprachkenntnisse: Das Programm wird überwiegend in deutscher Sprache abgehalten, daher sind sichere Sprachkenntnisse für die Teilnahme nötig (C1 Niveau). Darüber hinaus wird vorausgesetzt, dass alle Teilnehmenden auch Vorträge und Diskussionen auf Englisch folgen können.

  • Teilnahme an allen Veranstaltungen des Programms
  • Selbstorganisation in Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen sowie in der Arbeit mit den Guidance Groups
  • Partizipation in der Programm-Evaluation

Wie kann ich mich bewerben?

Um sich auf einen der Plätze des Programms zu bewerben, füllen Sie bis 03. Mai 2026 23:59 Uhr das Bewerbungsformular aus und stellen Sie uns zudem folgende Dateien über das Formular zur Verfügung:

  1. Tabellarischer Lebenslauf
  2. Motivationsschreiben von max. 3000 Zeichen oder ein – gern einfach gehaltenes – Bewerbungsvideo oder -audio von max. 3 Minuten, 
    entlang folgender Fragen: 
  • Wie würden Sie Ihre Führungsrolle beschreiben und was sind aktuelle Herausforderungen? 
  • Was verbinden Sie mit dem Begriff Cultural Leadership und welchen Anwendungsbezug sehen Sie?
  • Was ist Ihre Vision für die Kulturorganisation der Zukunft? 
  • Was bringen Sie in die Gruppe mit und was suchen Sie?

Wie wird ausgewählt?

Für die Auswahl der 15 Stipendiat:innen wird eine externe Jury berufen, die sich aus Vertreter:innen der Cultural Leadership-Praxis, einem Alumnus des Cultural Leadership-Stipendienprogramms und einer Expertin für Lernprozesse zusammensetzt. Die Jury-Sitzung wird durch eine neutrale Moderation begleitet, die Programmleitung und Vertreter:innen der Behörde für Kultur und Medien Hamburg sowie der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. sind beratend am Verfahren beteiligt.

  • Dr. Esther Bishop: Teamleiterin Austausch und Vernetzung, Stiftung Innovation in der Hochschullehre.
  • Mohammed „Ziko“ Ghunaim, Access & Community, Tanztriennale und Alumnus des Cultural Leadership-Stipendienprogramms 2025/26.
  • Dr. Christina Ludwig: Direktorin, Stadtmuseum Dresden und Programm-Referentin 2023/24.
  • Steven Walter: Intendant, Beethovenfest Bonn und Programm-Referent 2023/24.

  1. Formale Überprüfung der eingereichten Bewerbungen durch die Geschäftsstelle.
  2. Individuelle Beurteilung der Bewerbungen durch die einzelnen Jury-Mitglieder.
  3. Finale Auswahl-Sitzung: Zusammenführung und Auswertung der Beurteilungen sowie Diskussion der Ergebnisse durch die Jury. Abschließend Auswahl der 15 Stipendiat:innen.

  • Stimmigkeit und Passung der Führungsambition und -vision zu den Programmzielen
  • Einschätzung des Entwicklungspotenzials
  • Vorhandener organisationaler Gestaltungsspielraum und Wirkungsmöglichkeiten
  • Beitrag zur Gesamtgruppe (Passung, Dynamik, Vielfalt)

FAQ

Frequently Asked Questions

Ja. Es wird jedoch maximal eine Person pro Organisation in das Programm 2026/27 aufgenommen werden.

Ja. Jede Bewerbung wird neu begutachtet und im Kontext der diesjährigen Bewerber:innen-Lage neu bewertet.

Ja. Eine Bewerbung von Menschen aus bereits in der Vergangenheit geförderten Organisationen ist möglich.

Darunter fallen im Kontext unseres Programms jene Organisationen, die aktuell öffentliche Gelder durch die Freie und Hansestadt Hamburg, den Bund oder europäische Mittel im Rahmen einer institutionellen Förderung erhalten oder überwiegend öffentlich geförderte Projekte verwirklichen.

Ja. Wir bemühen uns, auf individuelle Bedürfnisse, die die Programmplanung betreffen, einzugehen. Spezielle Anforderungen können im Bewerbungsformular angegeben werden, um eine Umsetzbarkeit bereits in der Bewerbungsphase prüfen zu können.

Offene Fragen?

Für alle Interessierten am Programm 2026/27 bieten wir drei digitale Info- und Q&A-Veranstaltungen an:  

  • 30. März 2026,          13-14 Uhr
  • 15. April 2026,           13-14 Uhr 
  • 27. April 2026,           13-14 Uhr

Anmeldung per Online-Formular

Oder vereinbaren Sie eine persönliche Sprechstunde mit der Programm-Managerin Marlene Troidl.

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